InduS - Projektbeschreibung

Projektbeschreibung

Der Kreissportbund Emsland e. V. (KSB), in Kooperation mit den drei großen Einrichtungen der emsländischen Behindertenhilfe, hat das Ziel, durch das Projekt InduS, die Inklusion von Menschen mit Behinderung in örtliche Sportvereine und Verbände zu fördern. Mit dem Projekt wird Artikel 30 Absatz 5 der UN-Behindertenrechtskonvention auf der örtlichen Vereinsebene umgesetzt. Der Artikel sieht vor, Menschen mit Behinderung die gleichberechtigte Teilhabe an Erholungs-, Freizeit- und Sportaktivitäten zu ermöglichen.

Konzeptionelle Grundlage ist das im südlichen Emsland beheimatete Projekt „LinaS“ (Lingen integriert natürlich alle Sportler). Unter dem Dach des Kreissportbundes Emsland soll die Idee von LinaS nicht nur fortgeführt, sondern auf seine über 350 Vereine, im gesamten Landkreis Emsland, beispielgebend übertragen werden. Unter dem Projekttitel „InduS“ (Inklusion durch Sport im Emsland) wird seit dem 01.07.2013 an der Umsetzung gearbeitet.

Überzeugt von der herausfordernden Projektidee übernahm der Landkreis Emsland einen Großteil der notwendigen Förderung. Die Städte Lingen, Meppen und Papenburg waren ebenfall vom Konzept überzeugt und signalisierten solidarisch ihre finanzielle Unterstützung.

Die Sporthilfe Emsland, die Emsländische Sparkassenstiftung als auch die Lotto Sportstiftung steuerten ebenfalls für die Realisierung bei.

Die Geschäftsführer drei großen Einrichtungen der Behindertenhilfe, das Christophorus-Werk Lingen, das St.Lukas-Heim in Papenburg und das St.Vitus-Werk in Meppen einigten sich auf eine Kooperation und Zusammenarbeit und bringen sich im Rahmen der institutionellen Möglichkeiten ein. Jeweils in jeder Einrichtung wird ein Mitarbeiter tätig sein.

 

Partizipation von Menschen mit Behinderung – UN Behindertenrechtskonvention

 
Die Grundlage jeglichen Handelns im Projekt InduS wird eine unabhängige Forschungs- und Bedarfserhebung sein. Es sind die Menschen, die die Entscheidung treffen werden, wo und in welchen Umfang  Hilfen zur Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention im Sport durchgeführt wird. Flächendeckend wird das Emsland und ihre Sport- und Freizeitinteressierten Menschen freiwillig befragt. Diese Ergebnisse werden gemeinsam mit dem Projektpartner Volker Stock aus Berlin, der FIBS (Forschungsinstitut für den Behindertensport) und der Fachlichen Leitung von InduS ausgewertet und für das Projekt Aufgaben, Handlungsfelder und Ziele abgeleitet.

 

Bildung – Inklusion braucht Professionalität

 

Eine Bildungsstruktur in Sachen „Inklusion im Sport“ soll, analog zum Projekt LinaS, erarbeitet und mit Leben gefüllt werden. Eine Entwicklung,  die hilfreiche Impulse und Erkenntnisse für die Weiterentwicklung im Land geben kann. Hilfen und Unterstützung im Schwerpunkt des Bildungsbereiches erhält das Projekt InduS durch den Behindertensportverband Niedersachsen, dem Landessportbund Niedersachsen und des Deutschen Behindertensportverbandes.

 

Impulse für Niedersachsen

 

Somit hat Indus Emsland die besten Voraussetzungen für die Umsetzung von Inklusion im Sport im Emsland. Bestehende Strukturen partnerschaftlich unterstützen und neue Angebote schaffen, ist das Credo der Projektverantwortlichen.

Ob diese Vision von InduS im Emsland gelingt, werden am Ende die Menschen entscheiden.

Die, die es betrifft und jene die ihre Barriere in den Köpfen abbauen wollen. Und jene die Mithelfen, Lösungen finden und Experimentierfreudig sind.

Sollte INDUS im Emsland an den Erfolg von LINAS anknüpfen können, könnte das Emsland zu einer Modellregion für „Inklusion im Sport“ heranreifen, welches Beispielhaft für das Land Niedersachsen sein kann und auch anderen Mut macht, den ersten Schritt in eine Inklusive Gesellschaft zu gehen.

 

Wir sind bereit.                                                            

                          

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