InduS - Aktuelles

„Ein Meilenstein für den Sport im Emsland“ Im Haus des Sports wurde das Inklusionsprojekt „InduS“ jetzt offiziell gestartet

 

Nun hat sich der Kreissportbund Emsland mit dem Christophorus-Werk Lingen, dem St.-Vitus-Werk Meppen und dem St.-Lukas-Heim  Papenburg zusammengetan, um ein emslandweites Inklusionsprojekt nach dem Vorbild von „LinaS“ auf die Beine zu stellen. Das Modellprojekt, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, wird vom Landkreis Emsland mit 255 000 Euro unterstützt. Weiteres Geld kommt von der emsländischen Sparkassen-Stiftung, der Sporthilfe Emsland und der Lotto-Sportstiftung. „Für die erste Runde haben wir gut Geld eingesammelt“, betonte Landrat Reinhard Winter, der fest an den Erfolg des Projektes glaubt, „die Partner, die gemeinsam im Boot sind, sind alle erfahren. Wenn etwas professionell angefasst wird, kann man viel erreichen.“ Winter hofft, dass mit der Zeit ein flächendeckendes Angebot mit vielen verschiedenen Sportarten entsteht. „Da muss Breite und Fläche rein“, stellte der Landrat klar.

„Das ist ein Meilenstein für den Sport im Emsland“, betonte KSB-Präsident Michael Koop, „ich hoffe, dass die Vereine diese Chance erkennen.“ Schließlich könnten die Vereine durch das Inklusionsprojekt neue Mitglieder gewinnen. Zunächst gehe es aber darum, die Vereinsverantwortlichen über das Projekt zu informieren und Übungsleiter für „InduS“ zu begeistern. Dabei müssten häufig auch oft Zweifel und Ängste abgebaut werden, wie Frank Eichholt weiß. Der Initiator und Leiter des Projektes „LinaS“ bringt seine Erfahrungen als fachlicher Koordinator bei „InduS“ ein. „Es wird nicht schnell gehen“, betonte Eichholt. Es gelte das Motto: „Jeder in seinem Tempo.“

Eichholt ist zudem Projektkoordinator für den Bereich Emsland-Süd. Dass die „InduS“-Idee auch in den Bereichen Nord und Mitte mit Leben gefüllt wird, dafür sollen Anna Sievers vom St.-Lukas-Heim (Bereich Nord) und Veronika Röttger vom St.-Vitus-Werk (Bereich Mitte) sorgen.

Wie Hermann Plagge, der innerhalb des vierköpfigen Projektteams für die organisatorische Koordination zuständig ist, erklärte, werden in den nächsten Tagen rund 4000 Fragebögen über die drei beteiligten Einrichtungen der Behindertenhilfe verteilt, um die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung abzufragen. Nach der Bedarfsanalyse sollen zielgerichtet Angebot initiiert werden. „Grundlage sind der Wunsch und Wille der Menschen mit Behinderung“, betonte Eichholt.

Wie Georg Kruse, Geschäftsführer des Christophorus-Werks Lingen, erklärte, sei bei der Schaffung von geeigneten Sportangeboten immer Kreativität gefragt. „Wir müssen gemeinsam kreativ sein“, betonte Kruse, „die Vereine profitieren in hohem Maße davon. Durch das Projekt wird der Sport für eine ganze Personengruppe erschlossen.“

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